Einbildung
Wie ich finde, ist das die lustigste Bildung!
Ich fuhr mit einer Freundin zu einem Wochenendevent. War ´ne längere Strecke, darum hatte ich am sehr frühen Morgen eine Kanne Kaffee gekocht und zwei Thermobecher in Format eines „To-Go-Bechers“ in meinen Leinenbeutel eingepackt. Auch den Zuckerstreuer vergaß ich nicht, weil ich nicht wusste, ob meine Freundin süs ‚ milchig oder beides war.
Süss war sie allemal, aber ihre Geschmacksrichtung in Punkto Kaffee, war mir nicht bekannt. Die Kaffeemilch hatte ich in den kleinen, üblichen Portionsbechern, ebenfalls eingepackt. Ich wollte uns unsere fast 5-Stunden-Reise eben halt so angenehm wie möglich bereiten.
Unsere Fahrt begann, und nach knapp einer halben Stunde bekam ich Verlangen nach einer Tasse Kaffee. Miriam fand die Idee toll und war überrascht, dass ich mir die Mühe gemacht hatte, uns diesen üppigen Genuss für die Reise zu ermöglichen.
„Das ist jetzt genau das, was ich brauche“, meinte sie und begab sich an die Aufgabe, die benötigten Dinge aus meinem Reise-Beutel heraus zu kramen.
Becher 1, sollte für mich, die Fahrerin sein. Dieser war auslaufsicher und passte genau in die Halterung, die ich an meinem Armaturenbrett für solche Zwecke angebracht hatte. Becher 2, zwar auch ein Thermobecher, neigte jedoch dazu, wenn man sein Gewinde nicht 100%-ig verschloss, etwas Flüssigkeit zu pieseln. Das war für ‚Nichtbenutzer‘ wie mich, recht amüsant, wenn ich bemerkte, dass die Kaffeetropfen die Oberschenkel, Hemden oder Blusen der Benutzer bekleckerten.
Recht gemein, finde ich, aber ich bin nun mal so!
Miriam war also der Meinung, dass ihr der Kaffee genau in diesem Moment helfen würde, die Augen, ohne sie mit Streichhölzern unterstützen zu müssen, offen zu halten.
Ich grinste in mich hinein und sagte kein Wort.
Miriam schlürfte meinen Kaffee und meinte: „Hmmh, das ist jetzt ganz genau das, was ich brauche. Danke, dass Du das gemacht hast. Jetzt bin ich wieder wach. Der schmeckt mir.“
Wir fuhren etwa 200 km weiter. Nach einem Zwischenstopp, und etwa 100 km vor unserem Ziel, meinte Miriam, noch einen Kaffee haben zu wollen, damit sie nicht einschlief.
„Klar doch, die Kanne soll ja auch leer werden!“ antwortete ich grinsend.
Also, sie war Diejenige, die die Hände frei hatte, und sorgte für unsere Verpflegung.
Erneut: „Hmmmmh, das tut gut“, und da gestand ich ihr, dass dieser Aufgebrühte ‚kastriert‘, also ‚entcoffeiniert‘ sei und somit vollkommen ohne gewünschte Wirkung einer zu erwarteten Aufmunterung sei.
Sie schaute mich verwundert an und meinte darauf hin:
„Boah, das hätte ich jetzt aber nicht gedacht! Du bist ja ´ne Type!“
Daran habe ich mal wieder schmunzelnd gemerkt, dass „Einbildung“ auch `ne Bildung ist.
Die Annahme, dass es sich um einen ‚echten Kaffee` handelte, hatte sie also wach gemacht...
Was will ich damit sagen?: Jeder Mensch ist in der Lage, mit einer Autosuggestion, also einer Täuschung seines eigenen Gehirns und seiner Gedanken, etwas zu erreichen, das einen ‚Placebo-Effekt‘ hervor ruft.
Hätte ich die Klappe gehalten, wäre mein ‚Placebo-Kaffee` ebenfalls ein voller Erfolg gewesen!
So knallte Miriam nach der Offenbarung, fast mit dem Kopf auf das Armaturenbrett….lach.
Hütet Euch also zukünftig vor der Inanspruchnahme meiner Zuwendungen, oder betrachtet sie ganz einfach als aufmunternd.
© Christiane Rühmann
Montag, 7. Mai 2012
Sonntag, 6. Mai 2012
Klopapier
Unter Druck macht sich die Tante
auf des Villeroy´s Beckenkante.
Als sie schwitzt von dem Belangen,
kamen ihr ein paar Gedanken,
wer wohl das Ding erfunden hat.
Nun, als sie scheinbar ‚fertig‘ war,
bemerkt sie dann sogar,
dass in diesen großen Nöten,
noch mehr dazu gehört,
als nur in die Keramik zu tröten.
Man braucht noch was zum sauber machen,
nach den etwas kräftigeren Sachen.
Doch wie das häufiger so ist,
nachzufüllen den Rollenhalter,
manch Einer sehr oft vergisst.
Wie soll man ohne Papier vom Potte hinken,
ohne mächtig nach … Ihr wisst schon, zu stinken?
Was machte also unsere Tante,
die diese Lage längst schon kannte?
Holt aus der Tasche, die sie bei sich trug,
mit Tempo heraus ein Taschentuch.
Jetzt war die Situation gerettet und bereinigt.
Doch ohne Klopapier war es oftmals schon peinlich,
wenn einer, nicht so, wie unsere Tante,
eine Handtasche nicht kannte.
Und was lernen wir daraus:
Geh mit Tempo nie ohne Tasche aus dem Haus……
© Christiane Rühmann
Mittwoch, 2. Mai 2012
Watt
Es ging der Kurgast Hubert Klatt,
zu Fuß ins breite Nordsee-Watt.
Obwohl er es hätte wissen müssen,
er wurde bereits naß an seinen Füßen,
stapft er noch weiter Richtung Meer,
und niemand schaut ihm hinterher.
So machte ihn das Nordsee-Watt
auf entsetzliche Weise platt.
© Christiane Rühmann
Sonntag, 22. April 2012
Alte Liebe - neue Liebe
Wo das Dünengras an den Füßen killert,
der Fiete fröhlich ein Liedchen trillert.
Hier ist er gern, hier mag er sein,
der Fiete fröhlich ein Liedchen trillert.
Hier ist er gern, hier mag er sein,
Alltag wird verschwindend klein.
Er legt sich in weichen Sand,
einst seine Frauke hier er fand,
von ihm jetzt sehnsüchtig erwartet,
bereits nach Küssen von ihr schmachtet.
Heute ist ihr Hochzeitstag.
Weil Frauke diesen so sehr mag,
hat er ein Picknick hier geplant,
von dem die Holde noch nichts ahnt.
Von Obst, über Canapés und Sekt,
gibt es alles was so schmeckt.
Nun kann sie kommen seine Liebe.
Ach, wenns nur lange noch so bliebe…
Nun, als sie endlich angekommen,
hat er sie in die Arme genommen.
Die Überraschung war gelungen,
das Meer hat sein Lid dazu gesungen.
Die Zeit, hier stundenlang genossen,
hat man mit viel Sekt begossen.
Übereinstimmend stellt man fest,
dass Liebe sich stets auffrischen lässt.
Drum haben sie sich vorgenommen,
jedes Jahr hierher zu kommen,
um ihr Dasein zu geniessen -
und lassen sich im Sande fliessen.
© Christiane Rühmann
Samstag, 14. April 2012
Willkommen im Leben
Getragen, lange Wochen,
wohl behütet im Mutterleib.
Wir haben Dich sehnsüchtig erwartet
voller Liebe, Du kleines Weib.
Sahen bereits Deine Füße und Hände,
ohne Dich zu kennen,
auch Dein niedliches Gesicht,
und werden Dich Mailine Loana nennen.
Seit über sechzig Stunden
warteten Deine Eltern auf Dich.
Doch heute haben sie es überwunden,
und nichts lieben sie mehr als Dich.
Geboren bist Du in der Samstag-Nacht,
nach langer Wartezeit!
Für uns ein ganz besonderer Tag.
Willkommen in unserer Zeit!
Möge das Leben, das Du begonnen hast,
Dir Gesundheit und Wohlstand geben.
Keine Pein und schwere Last,
sollen belasten Dein Leben.
Willkommen, Du kleines Menschenkind,
willkommen auf dieser Welt,
nimm Dinge an, die Dir bestimmt,
ob mit, oder ohne Geld.
Geh stetig Deinen Lebensweg
und lerne getreu hinzu,
sonst fällst Du von dem festen Steg.
Bleibe immer nur DU !
Für meine Enkelin Mailine Loana, 14. 04. 2012
© Christiane Rühmann
Samstag, 7. April 2012
Mist...
In der Natur – wie das so ist,
die Ella auf die Wiese schiss.
Sie war die beste Kuh im Stall -
bis der Bauer kam zu Fall!
Leicht angetrunken kam er aus dem Krug,
dabei die beste Robe trug,
die er jemals hatte besessen,
wollt schnell heim zum Mittagessen.
Oft nahm er Abkürzungen wie diese,
in unserem Fall war es die Wiese.
Torkelnd vorbei an Ella´s Herde,
schaute er nicht auf die Erde
und trat – Ihr habt es Euch gedacht,
in den Fladen, von Ella frisch gemacht.
Der Wirt, der ihm noch nachgeschaut,
seinen Augen nicht ganz traut,
als er dem Ungeschickten zusieht,
wie ihn die Erdeskraft jetzt anzieht.´
Er schaute zu, wie angewurzelt,
als der Bauer in den Fladen purzelt,
mit ausgestreckten Händen und Beinen,
die in die Luft zu zeigen scheinen,
sieht er auch noch, dass die Masse spritzt,
in der der Unglückliche jetzt sitzt.
Wütend brüllt der Bauer auf, der Held,
dabei sich wieder auf die Beine stellt,
und dabei unglaublich komisch räkelt,
weil der Gestank ihn wohl doch ekelt.
Verstohlen blickt er in die Runde
und merkt nicht, dass in der Sekunde
der Wirt sich schnell im Haus versteckt,
damit der Bauer nicht entdeckt,
wie der Wirtsmann höhnisch lacht,
dass ihm fast die Hose kracht.
Nie wieder – und das schwört er,
nimmt Bauer seinen Heimweg hierher,
von dem er jetzt ganz genau weiß,
auf seiner Wiese liegt nur ………..
…………Mist!
© Christiane Rühmann
die Ella auf die Wiese schiss.
Sie war die beste Kuh im Stall -
bis der Bauer kam zu Fall!
Leicht angetrunken kam er aus dem Krug,
dabei die beste Robe trug,
die er jemals hatte besessen,
wollt schnell heim zum Mittagessen.
Oft nahm er Abkürzungen wie diese,
in unserem Fall war es die Wiese.
Torkelnd vorbei an Ella´s Herde,
schaute er nicht auf die Erde
und trat – Ihr habt es Euch gedacht,
in den Fladen, von Ella frisch gemacht.
Der Wirt, der ihm noch nachgeschaut,
seinen Augen nicht ganz traut,
als er dem Ungeschickten zusieht,
wie ihn die Erdeskraft jetzt anzieht.´
Er schaute zu, wie angewurzelt,
als der Bauer in den Fladen purzelt,
mit ausgestreckten Händen und Beinen,
die in die Luft zu zeigen scheinen,
sieht er auch noch, dass die Masse spritzt,
in der der Unglückliche jetzt sitzt.
Wütend brüllt der Bauer auf, der Held,
dabei sich wieder auf die Beine stellt,
und dabei unglaublich komisch räkelt,
weil der Gestank ihn wohl doch ekelt.
Verstohlen blickt er in die Runde
und merkt nicht, dass in der Sekunde
der Wirt sich schnell im Haus versteckt,
damit der Bauer nicht entdeckt,
wie der Wirtsmann höhnisch lacht,
dass ihm fast die Hose kracht.
Nie wieder – und das schwört er,
nimmt Bauer seinen Heimweg hierher,
von dem er jetzt ganz genau weiß,
auf seiner Wiese liegt nur ………..
…………Mist!
© Christiane Rühmann
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